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Draussen schweift der Blick automatisch ins Weite.
Draussen schweift der Blick automatisch ins Weite.

Blog-Eintrag -

Warum draussen spielen für Kinderaugen so wichtig ist

Kuchen backen im Sandkasten, Purzelbäume schlagen auf der Wiese, Verstecken spielen im Wald, … was Ihr Kind draussen spielt, ist egal – Hauptsache es verbringt täglich mindestens 45 Minuten im Tageslicht. Das Sonnenlicht und der Blick in die Weite sind für die Entwicklung der Augen, die innere Uhr und den Gemütszustand enorm wichtig.

Tageslicht ist für Kinderaugen extrem wertvoll. Das natürliche Licht regt die Netzhaut an und produziert dadurch mehr Dopamin. Der Botenstoff Dopamin verhindert, dass der Augapfel zu sehr in die Länge wächst. Ein zu langer Augapfel ist der Grund, weshalb sich das Licht nicht auf der Netzhaut bricht, sondern davor und deshalb zur Kurzsichtigkeit führt.

Der Blick in die Weite
Früher hiess es: "Halt dein Buch weiter weg!" oder "sitz nicht zu nah vor dem Fernseher!" Heute hören die Kinder eher: "Du hältst dein Smartphone viel zu nah vor den Augen!" oder "setz dich weiter weg vom Computer!"
Die Botschaft der Eltern ist über die Generationen hinweg dieselbe geblieben – der Abstand ist zu nah und das ist schädlich für die Augen. Das Auge passt sich an die ständige Nahsicht an, was einen starken Reiz auf das Längenwachstum des Augapfels auslöst. Dies kann wiederum zu Kurzsichtigkeit führen. Spielt das Kind aber draussen in der Natur, schweift sein Blick automatisch regelmässig in die Weite, was der Kurzsichtigkeit entgegenwirkt.

Falls Sie das Gefühl haben, Ihr Kind sieht nicht gut, zögern Sie nicht lange und vereinbaren Sie einen Termin beim Augenarzt.

Sonnenlicht für die innere Uhr
Kleine Kinder können noch keine Uhr lesen und die grösseren interessiert die Uhrzeit meist nicht wirklich. Nicht so schlimm – die Kinder können sich auf ihre innere Uhr verlassen. Je mehr Zeit sie draussen verbringen, umso besser wird ihre innere Uhr eingestellt.
Das Sonnenlicht wird über unsere Photorezeptoren im Auge aufgenommen. Die Lichtinformation wird an das Gehirn und von dort an alle weiteren Organe weitergeleitet. 

In der heutigen Zeit leben wir häufig im Konflikt mit zwei Uhren: der inneren und der äusseren, die wir mit der künstlichen Beleuchtung geschaffen haben. Die Folgen wirken sich oft auf die Gesundheit aus. Kinder sind noch weit weniger an die Uhrzeit gebunden als die meisten Erwachsenen und sollten deshalb von ihrer inneren Uhr profitieren können – und diese laden sie am besten draussen im Tageslicht auf.

Gute Laune
Nicht zuletzt kurbelt das Tageslicht die Vitamin D-Produktion an, lässt die Augen weniger schnell ermüden als Kunstlicht und sorgt für gute Laune, weil die Produktion des Botenstoffs Serotonin angeregt wird. Serotonin ist quasi unser Wohlfühlhormon. 
Draussen im Freien ist es tagsüber 20 bis 200 Mal so hell wie drinnen – also Kinder und Erwachsene ab nach draussen und Lebensfreude aufsaugen so viel es geht. Die sonnenarmen Monate kommen schneller, als uns lieb ist.

Corine Glatt

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