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Der Rote-Augen-Effekt

Blog-Eintrag -

Der Rote-Augen-Effekt

Das Fotomodell sitzt im Kerzenlicht, der Auslöser klickt, der Blitz leuchtet auf. Doch anstelle der Augen sind glühende rote Punkte zu sehen. Weshalb ist das so?

Der «Rote-Augen-Effekt» tritt auf, wenn bei schlechtem Licht mit Blitz fotografiert wird. Denn bei schwachem Licht sind die Pupillen des Fotomodells weit offen und es dringt viel Blitzlicht ins Auge. Die rote Färbung entsteht, weil die gut durchblutete Netzhaut den Blitz reflektiert.

Besonders ausgeprägt ist der Effekt bei Kompaktkameras, bei denen Linse und Blitz auf einer Achse liegen. Allgegenwärtig waren rote Augen auf den schnell geknipsten Schnappschüssen der 80er-Jahre. Damals kamen Kompaktkameras auf, die überallhin mitgenommen werden konnten. Diese Kameras hatten den Blitz fast immer in einer Linie mit dem Sucher.

Tipps & Tricks gegen rote Augen

Dabei gibt es einige ganz simple Tricks, mit denen rote Augen verhindert werden können. Zunächst sollten Porträtfotos nur draussen und bei gutem natürlichem Licht geschossen werden. Doch grau ist die Theorie und rot sind die Augen: Natürlich können Porträtfotos nicht immer unter optimalen Bedingungen gemacht werden.

Müssen Fotos drinnen gemacht werden, sollte in der Nähe ein helles Fenster sein – nicht aber direkt im Hintergrund. Bei gutem Licht ziehen sich die Pupillen nämlich zusammen, weshalb weniger Licht ins Auge eintritt – der Rote-Augen-Effekt wird so vermieden. Bei schlechtem Licht gilt deshalb generell der Grundsatz: Unbedingt so viele Lampen wie möglich anzünden, sofern sie dem Fotomodell nicht direkt in die Augen scheinen. Als letzter Trick kann man das das Fotomodell an der Kamera vorbeischauen lassen. So entstehen häufig auch interessanterer Fotos.

Mit Vorblitz rote Augen vermeiden

Es gibt natürlich auch technische Hilfsmittel. So haben viele Kameras einen Anti-rote-Augen-Modus. Meist gekennzeichnet durch ein Augen-Symbol. Der Modus bewirkt, dass die Kamera vor dem eigentlichen Blitz mehrmals kurz aufblitzt. Dadurch verkleinern sich die Pupillen und wenn dann der «richtige» Blitz folgt, sind die Pupillen wiederum zu klein, um eine Reflektion auf der Netzhaut zuzulassen.

Bessere Kameras können mit externen Blitzgeräten ausgestattet werden. Diese sorgen indirekt für Helligkeit, indem sie etwa an die Zimmerdecke anstatt direkt auf das Fotomodell blitzen.

Smartphones gegen rote Augen

Viele Smartphones aktivieren den Vorblitz automatisch, wenn es vom Licht her nötig ist. Der Nachteil: Das Fotomodell muss länger stillhalten, weil das Foto erst verzögert gemacht wird. Und ein weiterer Vorteil moderner Technologie: Die meisten Foto-Apps haben eine-Korrektur extra für rote Augen. Mit dieser können rote Augen auf den Fotos markiert werden und die App entfernt sie dann im Nu.

Gregor Szyndler

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